FARMING THIS LAND

Farming this land

It was also a question of farming it from a very particular point of view. I was interested in the idea that farming this land could also be considered a work of art. Even the produce was a work of art. Farming this land was supposed, for me, to be a way in which it was finally possible to see the full political significance of a work of art. *

Ein Semester lang versuchen wir die Arbeit von Künstler*innen, Landwirt*innen, Gärtner*innen und Forscher*innen in Übereinstimmung zu bringen. Die Arbeit der Landwirtin zwischen Ästhetik, Ethik, Moral und wirtschaftlichen Zwängen unterscheidet sich manchmal kaum von der Arbeit der Künstlerin.
Wir bepflanzen, bespielen und beforschen Hochbeete auf künstlerische Art und Weise. Am Beginn steht Planung und Bauprozess aus Holz, alten Möbeln, vorhandenen, gefundenen und anderen geeigneten Materialien. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Beete könnten zugleich auch bequeme Möbel, interessant gestaltete Objekte oder Bildträger werden. Am Beginn der Arbeit mit den Pflanzen stehen Experimente mit Indoor – Saataufzucht, mit der Auspflanzung ins Frühbeet und danach mit der Übersiedlung ins Hochbeet. Die Konzeptionen für die Bepflanzungen können dabei sehr konzeptionell aber auch nur zweckorientiert sein.
Mit der Befüllung nach dem Schichtprinzip mit Kompost, Erde und Saatgut und ihrer Bepflanzung werden die Beete bis zum Ende des Semesters von den Studierenden betreut. Dabei treffen sich sowohl künstlerische als auch landwirtschaftliche Intentionen.
Die „agrikünstlerische“ Auseinandersetzung geht von der Konstruktion der Beete über die Auswahl und Aussaat bis zur Bewirtschaftung und Ernte. Als Abschluss der Lehrveranstaltung präsentieren wir das, was „abfällt“ während des Rundgangs Ende Juni.

Warum werden Hochbeete angelegt? Vor allem in urbanen Räumen, wo nährstoffreiche und tiefgründige Grünflächen rar sind, bieten Hochbeete eine Alternative für die Produktion von Nutzpflanzen. Darüber hinaus ermöglicht die erhöhte Lage des Beetes eine rückenschonende Bewirtschaftung. Zusätzlich reduziert sich das sogenannte "Unkraut"jäten, da der Hauptsamenflug von Pflanzen in Bodennähe stattfindet. Der schichtweise Aufbau und die daraus resultierende Verrottungswärme führt zu schnellerem Wachstum der Pflanzen: Somit ist das Hochbeet vor allem als Frühbeet und für Starkzehrer geeignet, was dem landwirtschaftlich gesehen frühen Semesterstart im März sehr entgegenkommt.

Als wesentliche Schnittstellen werden drei Orte, mit Verknüpfungen von Kunst und Landwirtschaft besucht und diskutiert.
Der „3-er Hof“ in Linz mit Gemüsebau, einer Schule, Tieren, Gestaltung und Kunst.
Das Kunstprojekt „flora pondtemporary“ an den Ufern der Stiftsteiche in St. Florian. Bewirtschaftung der klösterlichen Fischgewässer und Kunst koexistieren dort harmonisch.
„Kunst in der Natur“ und die Firma Biosain am Wachtberg (möglicherweise auch Besuche bei Arche Noah oder Reinsaat)

Zusätzliche immanente Themen sind: Grün in der Stadt, Vertical Gardens, Landwirtschaft in urbanen Zonen, Methoden der Landwirtschaft, Methoden der Pflanzenvermehrung, Umgang mit Samen und Saatgut etc.


* FARMING AS A WORK OF ART
Gianfranco Baruchello about “Agricola Cornelia” which was a farm founded in 1973